Fortbildungen – Institut für Musiktherapie

Das Freie Musikzentrum fördert seit seiner Gründung die therapeutische Anwendung von Musik. Musiktherapie wird in Selbsterfahrungskursen, Fort- und Weiterbildungsseminaren, der jährlichen Musiktherapie-Tagung und der berufsbegleitenden Ausbildung von langjährig erfahrenen Musik­thera­peuten fachkundig und in persönlicher Atmosphäre vermittelt. Das Freie Musikzentrum ist mit seinem umfangreichen Seminarangebot und seinen hochqualifizierten Dozenten ein einzigartiges und international anerkanntes Zentrum musiktherapeutischer Weiterbildung.

Für die Interessierten aus musikalischen, pädagogischen und psychosozialen Berufsfeldern bieten wir praxisnahe Kurse zur Einführung und Selbsterfahrung an, die auch allen anderen Interessierten offen stehen. Daneben bieten wir zur fachlichen Qualifizierung für bereits berufstätige Musiktherapeuten berufsspezifische Fachseminare, eine dreiteilige Seminarreihe und berufsspezifische Zusatzqualifikationen an.

Fortbildungspunkte
MusiktherapeutInnen sowie approbierte ÄrztInnen und PsychotherapeutInnen beachten bitte die Hinweise auf Fortbildungspunkte der Bayerischen Psychotherapeutenkammer sowie der DMtG bei den einzelnen Seminaren.

Das Weiterbildungsangebot gliedert sich in:

>> Seminare mit allgemeinen Einführungskursen für Interessierte
>> Berufsspezifische Fachseminare für Musiktherapeuten/innen
>> Zusatzqualifikationen
>> Instrumentenbau
>> Berufsbegleitende Ausbildung Musiktherapie (BWM)
>> Jährliche Musiktherapie-Tagung 2020
      28. Fachtagung »Glück und Sinn in musiktherapeutischen Behandlungen«

Musiktherapie – Berufsbegleitende Ausbildung BWM:
Monika Baumann: mbaumann@freies-musikzentrum.de
Dr. Andreas Wölfl: awoelfl@freies-musikzentrum.de

Musiktherapie – Seminare und Zusatzqualifikationen:
Silke Siebert: ssiebert@freies-musikzentrum.de

Vor Besuch eines Kurses ist eine Anmeldung erforderlich.
(es sei denn, es ist beim Kurs ausdrücklich anders vermerkt z.B. Drum Circle, Contact Jam)

Für Kursbuchungen folgen Sie bitte dem Button »Kurs buchen« im Menü links.
Gerne können Sie auch persönlich im Büro buchen oder verwenden Sie dieses
> Anmeldeformular, das Sie auch am Schluss des Programmheftes finden.
Tel.: 089 - 41 42 47 - 0
Fax: 089 - 41 42 47 - 60
E-Mail: info@freies-musikzentrum.de


Freies Musikzentrum e. V. München | Musiktherapie

Seminare

Diese Seminare haben einen einführenden Charakter in unterschiedliche Bereiche musiktherapeutischer Arbeit. Sie richten sich an Interessierte aus musikalischen, pädagogischen und psychosozialen Berufen, die sich Kenntnisse über Musiktherapie aneignen wollen.

Freies Musikzentrum e. V. München | Musiktherapie

Songwriting in der musiktherapeutischen Praxis Wochenende- oder Ferienkurs
Ein Lied schreiben mit Patienten? Wie können eigene Hemmungen und Vorbehalte der Patienten dabei überwunden werden? Welchen Stellenwert hat die Methode im musiktherapeutischen Alltag und wie kann Songwriting therapeutische Prozesse unterstützen?
In diesem Workshop werden Techniken und spielerische Herangehensweisen des Songwritings (wie z. B. Fill-in-the-blank, Aufgreifen bereits bestehender Melodien, …) und der Text- und Musikproduktion vorgestellt und vertieft. Einblicke in das »Therapeutic Songwriting«, der australischen Musiktherapeutin Felicity Baker, die Rapmusiktherapie sowie Erfahrungen im Praxisprojekt »Lieder zum Trösten« und der Bandarbeit sollen den TeilnehmerInnen Anregungen zum musiktherapeutischen Songwriting vermitteln. Neben theoretischem Input wird es Raum für die praktische Arbeit und die Lust am Ausprobieren geben.

Eigene Instrumente, die sich zum Songwriting eignen (Gitarre, Ukulele) sowie Beispiele aus der Praxis können gerne mitgebracht werden.
16 Fortbildungspunkte von der DMtG genehmigt.
Mindeste Teilnehmerzahl 8

19FF101 · Sarah Bonnen, Johanna Schmid · Kursräume 1 und 2 · 240,– €
Block 3 Tage · Fr. 26.7., 18.00–21.00 · Sa. 27.7., 10.00–18.00 · So. 28.7., 10.00–13.00 Uhr

Musiktherapeutische Selbsterfahrung Wochenende- oder Ferienkurs
Dieses Seminar bietet Ihnen die Möglichkeit Instrumente, Klänge und sich selbst neu zu erfahren. Wie ist mein eigener Klang? Wie klinge ich in und mit der Gruppe?
Durch den spielerisch-improvisatorischen Umgang mit Instrumenten und Klängen können Sie Ihre Wahrnehmung und Ihren musikalischen Ausdruck vertiefen und dabei Formen aktiver und rezeptiver Musiktherapie kennen lernen. Auf der Basis der tiefenpsychologisch orientierten Psychotherapie werden das individuelle (musikalische) Erleben im gemeinsamen Gespräch reflektiert und weiterführende Entwicklungsmöglichkeiten ausgelotet. Neben dem Schwerpunkt auf die eigenen individuellen Erfahrungen beschäftigen wir uns auch mit der Vielfalt der klanglich-dialogischen Beziehungssymbolik.

Musikalische Vorkenntnisse sind nicht erforderlich, aber bringen Sie Ihre Spielfreude und bequeme Kleidung mit.
Keine Therapie – für Personen mit seelischen oder schweren körperlichen Erkrankungen nicht geeignet.
15 Fortbildungspunkte von der DMtG genehmigt.
Mindeste Teilnehmerzahl 7

19FF102 · Sabine Reimold, Silke Siebert · Kursraum 7 · 210,– €
Block 3 Tage · Fr. 2.8., 18.00–21.00 · Sa. 3.8., 10.00–19.00 · So. 4.8., 10.00–13.30 Uhr

Musiktherapeutische Spiele – Spielen in der Musiktherapie Wochenende- oder Ferienkurs
Spielen ist einer der zentralen Begriffe innerhalb der Musiktherapie. Wenn in der therapeutischen Situation die Neugierde größer ist als das Misstrauen und die Angst, ist es möglich, sich auf Themen einzulassen, die im ernsten Leben zu gefährlich sind. Zu Beginn werden Möglichkeiten vorgestellt, spielerischen Zugang zu Musikinstrumenten und dem eigenen musikalischen Ausdruck zu finden. Anschließend werden konkrete musikalische Spielangebote praktisch erprobt und auf ihr gruppendynamisches, entwicklungspsychologisches und lerntheoretisches Potential hin untersucht. Den dritten Schwerpunkt bildet die Frage, wie aus einer konkreten therapeutischen Situation eine bestimmte Spielidee als therapeutische Intervention entwickelt werden kann.

18 Fortbildungspunkte sind von der bayerischen Psychotherapeutenkammer genehmigt. Mindeste Teilnehmerzahl 7

F103 · Hanns-Günter Wolf · Kursraum 7 · 180,– €
Wochenende · Sa. 9.11., 10.00–19.00 · So. 10.11., 10.00–14.30 Uhr

Freies Musikzentrum e. V. München | Musiktherapie

> zum Seitenanfang

Berufsspezifische Fachseminare

Für MusiktherapeutInnen mit anerkannter Ausbildung
Wochenendseminare sowie eine dreiteilige Seminarreihe geben MusiktherapeutInnen Gelegenheit, sich fachspezifisch fortzubilden und vertieft in ein Themenfeld einzusteigen. Die dreiteilige Seminarreihe 2020 greift das Thema Musiktherapie in der Onkologie auf. Dazu werden spezifische Ansätze, Kontexte und Methoden von drei Dozenten vorgestellt. Der didaktische Aufbau der berufsspezifischen Seminare umfasst die fundierte Vermittlung von Praxis und Theorie des jeweiligen Themas, die Vertiefung methodischer Fragestellungen in Selbsterfahrung und fachlichem Diskurs sowie den Transfer in die Praxisgebiete der Teilnehmenden.

Freies Musikzentrum e. V. München | Musiktherapie

Deine Töne – meine Töne
Mentalisierungsbasierte Musiktherapie NEU Wochenende- oder Ferienkurs
Improvisieren in der Musiktherapie macht Beziehung hörbar. Die Resonanz auf die Töne des jeweiligen Gegenübers gibt Aufschluss, was wir voneinander wahrnehmen, wie wir darauf reagieren und damit Beziehung regulieren. Anhand von verschiedensten Improvisationsformen kann ausprobiert werden, wie die Beziehung zu einem selbst und Anderen gestaltet wird. Damit wird Raum zur Selbsterfahrung gegeben.
In der verbalen Reflexion wird nachvollzogen, was erlebt wurde. Auf dem Hintergrund der Mentalisierungsbasierten Therapie nach Fonagy et al. gibt es zudem theoretische Ausführungen, sodass Mentalisierungsprozesse bewusst erkennbar werden, die eigenes (musikalisches) Handeln, affektives Erleben und die interaktionelle Regulation mitbestimmen.

20 Fortbildungspunkte von der bay. Psychotherapeutenkammer genehmigt.
Mindeste Teilnehmerzahl 6

19HF202 · Nicola Scheytt · Kursraum 7 · 225,– €
Block 3 Tage · Fr. 22.11., 18.00–21.00 · Sa. 23.11., 10.00–18.00 · So. 24.11., 10.00–13.00 Uhr

Musiktherapeutische Interventionen für Menschen
mit schwerster Mehrfachbehinderung Wochenende- oder Ferienkurs
Musiktherapie bei Menschen mit schwerster Mehrfachbehinderung erfordert Feinfühligkeit und spezifische Kompetenz. Körperlicher und mimischer Ausdruck sind oftmals schwer zu verstehen und die Kontaktaufnahme kann durch stereotypes oder selbststimulierendes Verhalten, Anspannung oder Unruhe erschwert sein. In diesem Kurs werden musiktherapeutische Interventionen und hilfreiche entwicklungspsychologische Erkenntnisse vorgestellt und in praktischen Rollenspielen geübt. Grundlage der Interventionen ist eine für Menschen mit schwerster Mehrfachbehinderung überarbeitete Fassung des EBQ-Instrumentes (Schumacher, Calvet, Reimer 2013). Hierbei ist es von Bedeutung, Bedürfnisse und Fähigkeiten zu erkennen und angemessen darauf einzugehen, damit – auf der Basis gelungener Abstimmung – Kontakt und Beziehung entstehen können und weitere Förderung möglich wird. Von besonderer Bedeutung sind hier Interventionen zur Affektregulation, die zu Aufmerksamkeit und Interaktionsfähigkeit beitragen.

Eigene Instrumente können gerne mitgebracht werden.
20 Fortbildungspunkte von der bay. Psychotherapeutenkammer genehmigt.
Anmeldeschluss: 5.2.2020, Mindeste Teilnehmerzahl 7

19HF203 · Silke Reimer · Kursraum 7 · 276,– €
Block 3 Tage · Fr. 21.2., 18.00–21.00 · Sa. 22.2., 10.00–18.00 · So. 23.2., 10.00–13.00 Uhr

Musiktherapie in der Onkologie Wochenende- oder Ferienkurs
Dreiteilige Seminarreihe
Musiktherapie ist Bestandteil in allen Phasen des psychoonkologischen Therapiekonzeptes: während der akuten onkologischen Behandlung, der Knochenmarktransplantation, der Rehabilitation, der Nachsorge und in der Palliativmedizin. Aufgrund der Belastungen durch Diagnoseschock, Bangen zwischen Hoffnung und Verzweiflung, Chemotherapie und Bestrahlung, lange Behandlungsphasen oder dem Verlust von Autonomie ist Musiktherapie auf besondere Weise hilfreich und sinnvoll. Musik als Medium jenseits von Krankheit und Gesundheit schafft Raum für lebendige Begegnungen sowohl im Kontakt, wie auch im kreativen Ausdruck der eigenen Gefühle.
Inhalte der Seminarreihe: Einführung in die musiktherapeutische Arbeit in der Erwachsenen- und Kinderonkologie, Bedeutung von rezeptiver und aktiver Musiktherapie, therapeutische Haltung in der Begleitung von körperlich Kranken, psychoonkologische Grundlagen, Trauerkonzepte, Gesprächsführung und Umgang mit intensiven Gefühlen.
Kursteilnehmer sollten die Bereitschaft mitbringen, sich mit eigenen existentiellen Themen zu Verlust, Trauer, Spiritualität und Tod auseinanderzusetzen.

  • Teil 1: Richard Löhr: Einführung
    Dieses Seminar soll den Teilnehmern einen Einblick in die klinische Arbeit im onkologischen Bereich vermitteln. Ausgehend von verschiedenen musiktherapeutischen Methoden im spezifisch psychoonkologischen Kontext wird ein Schwerpunkt der Themenbereich »Empathie« sein. Des Weiteren beschäftigen wir uns mit den unterschiedlichen Vorgehensweisen von aktiver und rezeptiver Musiktherapie in der Begleitung der Patienten, auch unter Zuhilfenahme von systemischen Methoden.

  • Teil 2: Hanns-Günter Wolf: Gesprächsführung
    An diesem Wochenende wird es zwei Themenschwerpunkte geben
    1. Gesprächsführung im psychoonkologischen Umfeld
    Aufbauend auf Theorien u. a. aus der Gesprächspsychotherapie (Rogers), werden typische und schwierige Gesprächssituationen, wie »Vermittlung schlechter Nachrichten«, »Verleugnung der Erkrankung«, usw. besprochen, und die Einbindung der Musik thematisiert. Zielgruppe von Gesprächen sind neben den Patienten auch deren Angehörige, speziell die Kinder, sowie die Schwestern, Ärzte und psychoonkologischen Kollegen.
    2. Traumatherapeutische Aspekte innerhalb der musikonkologischen Tätigkeit
    Es wird auf die Symptomatik von Akuten und Posttraumatischen Belastungsstörungen eingegangen. Differenzialdiagnostisch soll zwischen Belastung, Krise und Trauma abgegrenzt und die jeweiligen Interventionen sowohl auf Ebene des Gesprächs, wie auch auf Ebene der Musik erarbeitet werden.

  • Teil 3: Ulrike Haffa-Schmidt: Menschen in existenziellen Krisen
    Was macht es mit uns als Therapeuten, Menschen zwischen Bangen und Hoffen, schwerster körperlicher Symptomatik und palliativer und kurativer Behandlung musiktherapeutisch zu begleiten? Wie beeinflussen unsere eigene Biografie, Spiritualität und Haltung unsere (musik)therapeutischen Interventionen? Wie gestalte ich den Erstkontakt? Musiktherapeutische Selbsterfahrung, die Arbeit mit den Leitaffekten Wut, Angst, Scham, Schuld und Trauer sowie Ziele, Möglichkeiten und Grenzen musiktherapeutischer Behandlung in der Onkologie werden die Themen an diesem Wochenende sein.
    Buchung nur als Paket möglich; 10 % der Gebühr sind bei Anmeldung,
    der Rest 14 Tage vor Seminarbeginn fällig.

60 Fortbildungspunkte von der bay. Psychotherapeutenkammer genehmigt.
Anmeldeschluss: 27.3.2020. Mindeste Teilnehmerzahl 7

20FF201 Kursräume 5, 6 und 7 · 630,– €
Teil 1 · Richard Löhr
24.-26.04.20 · Fr. 18.00-21.00 · Sa. 10.00-18.00 · So. 10.00-14.00

Teil 2 · Hanns-Günter Wolf
10.-12.07.20 · Fr. 18.00-21.00 · Sa. 10.00-18.00 · So. 10.00-14.00

Teil 3 · Ulrike Haffa-Schmidt
23.-25.10.20 · Fr. 18.00-21.00 · Sa. 10.00-18.00 · So. 10.00-14.00

Freies Musikzentrum e. V. München | Musiktherapie

> zum Seitenanfang

Zusatzqualifikationen

Für MusiktherapeutInnen mit anerkannter Ausbildung
Zusatzqualifikationen, die aufbauend auf dem Grundberuf in kompakter Form theoretische und methodische Weiterbildung zu einzelnen Berufsfeldern und aktueller Theoriebildung anbieten, sind für das Berufsleben in unserer Gesellschaft von großer Bedeutung. Sie vermitteln den Teilnehmenden fundierte Spezialkenntnisse über ein Fachgebiet und verhelfen sich neue Tätigkeitsfelder zu erschließen und aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse in das berufliche Handeln zu integrieren. Die jeweiligen ausführlichen Curricula erhalten Sie auf Anfrage durch das Büro. Die Seminare werden mit einem Zertifikat abgeschlossen. Voraussetzung für die Teilnahme an den Zusatzqualifikationen ist der Abschluss einer anerkannten Ausbildung (DMtG). Im Zuge der Anmeldung bitten wir Sie um entsprechende Nachweise. Vereinzelte Zusatzqualifikationen sind auch für andere Berufsgruppen (Psychotherapeuten, künstlerische Therapeuten) geöffnet. Bitte achten sie auf den jeweiligen Anmeldeschluss.

Freies Musikzentrum e. V. München | Musiktherapie

Musik als Therapie in der Neonatologie Wochenende- oder Ferienkurs
Musiktherapie mit Frühgeborenen ist ein junges, expandierendes und zugleich hoch sensibles Feld. Sowohl das frühgeborene Kind als auch seine Eltern werden vor schwierige Herausforderungen gestellt, die es in der neonatologischen Versorgung zu bewältigen gilt. Jegliche therapeutische Intervention muss daher speziell auf die Fragilität und die individuellen Bedürfnisse von Frühgeborenen und ihren Familien ausgerichtet werden, so auch in der Musiktherapie. Die Fortbildung bietet Teilnehmenden die Möglichkeit, sich für diesen sensiblen Bereich zu spezialisieren und umfasst dabei drei aufeinander aufbauende Module. Das erste Modul gibt einen Einblick in Theorie und Praxis von Musiktherapie in der Neonatologie, vermittelt Hintergrundwissen und aktuelle Forschungsergebnisse. Im zweiten Modul, das in Zürich stattfindet, steht die Praxis im Mittelpunkt: die Hospitation auf einer neonatologischen Station und optional die Durchführung eigener Therapien. Im dritten Modul wird die eigene Erfahrung reflektiert und supervidiert und die Implementierung von Musiktherapie in der Neonatologie beleuchtet. Es wird mit einem Zertifikat abgeschlossen.

Im ersten Block kann die Dozentin Empfehlungen für Übernachtungen in Zürich geben.

  • Modul 1: Einführung und Orientierung
    - Entwicklungsneurologisches und -psychologisches Hintergrundwissen
    - Frühgeborene beobachten und verstehen lernen
    - Handling frühgeborener Kinder
    - Psychologisches Hintergrundwissen zum Befinden der Eltern
    - Eltern zu hören, verstehen und einbinden lernen
    - Hintergrundinformationen zum intensivmedizinischen Umfeld
    - Vorstellung verschiedenster Interventionsansätze (schulenübergreifend)
    - Aktuelle Forschungsergebnisse
    - Beispiele aus der Praxis

  • Modul 2: Praxisphase, Kursort ist Zürich
    - Planung, Zielsetzung, Durchführung, Dokumentation und Auswertung
       einer musiktherapeutischen Intervention auf der Neonatologie
    - Hospitation
    - Herausforderungen im klinischen Alltag
    - Arbeit im interdisziplinären Team
    - Optionale Durchführung eigener Therapien unter Supervision
    - Videodokumentation
    - Reflektion
    - Implementation auf der Neonatologie

  • Modul 3: Reflektion und Vertiefung
    - Präsentation einer Fallstudie in Kleingruppen
    - Supervision
    - Reflektion und Diskussion
    - Implementierung von Musiktherapie in der Neonatologie
    - Schriftlicher Abschlusstest

58 Fortbildungspunkte bei der bay. Psychotherapeutenkammer genehmigt.
Anmeldeschluss: 10.1.20.
Mindeste Teilnehmerzahl 7

19HF302 · Dr. Friederike Haslbeck, Gastdozentin Rachel Gotsmann · 860,– €
Block 1 · Kursraum 7
7.-9.2.20 · Fr. 18.00-21.00 · Sa. 10.00-18.30 · So.10.00-14.00

Block 2 · Zürich
22.-24.5.20 · Fr. 18.00-21.00 · Sa. 10.00-18.30 · So.10.00-14.00

Block 3 · Kursraum 7
11.-13.9.20 · Fr. 18.00-21.00 · Sa. 10.00-18.30 · So.10.00-14.00

Musiktherapeutische Formen systemischer Aufstellungsarbeit und Rekonstruktion Wochenende- oder Ferienkurs
Systemische Aufstellungsarbeit und Rekonstruktion werden zunehmend häufig in der musiktherapeutischen Praxis verwendet und haben sich therapeutisch als sehr hilfreich und effektiv erwiesen. Dabei wird zurückgegriffen auf einerseits die musiktherapeutischen, andererseits die systemischen Ansätze verschiedener Richtungen und Schulen.

Mit der Integration einer systemischen Perspektive in der Psychotherapie wurde tiefenpsychologisches Denken ergänzt um humanistische Vorgehensweisen wie Psychodrama und Gestalttherapie und solche aus der systemischen Familientherapie.
Die Zusatzqualifikation gibt einen Überblick über verschiedene theoretische Ansätze und Praxeologien. Besonders vertieft werden dabei tiefenpsychologische und humanistische Erklärungsmodelle. So kann man ein systemisches Unbewusstes als frühe Schicht des kollektiven Unbewussten im Sinne C. G. Jungs als Modell verstehen. Ebenso können Aufstellungsphänomene als Korrespondenzprozesse im Sinne eines humanistisch-integrativen Therapieansatzes verstanden und mehrperspektivisch reflektiert werden.
Die Seminarleiter vertreten diese beiden Grundrichtungen und begleiten den gesamten theoretischen und praktischen Weiterbildungsprozess gemeinsam.

Anliegen ist die Vermittlung und Differenzierung der musiktherapeutischen Aufstellungsarbeit unter besonderer Beachtung der verschiedenen Gestaltungsvarianten im Prozess. Diese erschließen sich letztlich nicht in einer theoretischen Abhandlung, sondern nur in der eigenen Selbsterfahrung und deren Reflexion.

105 Fortbildungspunkte bei der bay. Psychotherapeutenkammer genehmigt.
Anmeldeschluss: 15.5.20
Mindeste Teilnehmerzahl 12

20FF306 · Prof. Tonius Timmermann, Dr. Andreas Wölfl · 1360,– €
Teil 1 · 10.-14.6.20 · Saal
Mi 18.30-21.00 · Do+Fr 9.30-19.00 · Sa 9.30-18.00 · So 9.30-13.00

Teil 2 · 4.-8.11.20 · Kursraum 7
Mi 18.30-21.00 · Do+Fr 9.30-19.00 · Sa 9.30-18.00 · So 9.30-13.00

Teil 3 · 16.-18.4.21 · Saal
Fr 18.30-21.00 · Sa 9.30-17.00 · So 9.30-13.00

> zum Seitenanfang

Instrumentenbau

Fast pünktlich zu seinem 40. Jubiläum bietet das Freie Musikzentrum nach langer Pause wieder Instrumentenbaukurse an. Kursleiter ist der äußerst erfahrene Instrumentenbauer Jan Dosch, der zwanzig Jahre lang Geschäftsführer und Dozent für Instrumentenbau am Freien Musikzentrum war und schon lange für die Qualität seiner Instrumente einen weitreichenden und exzellenten Ruf genießt.
In seiner gemütlichen kleinen Werkstatt im Gebäude von Alu Meier (Kistlerhofstr. 140 im Untergeschoss, 81379 München, Tel. 089-78070915) wird täglich sechs Stunden am Instrument gearbeitet, plus einer zweistündigen Mittagspause. In diesen sechs Stunden baut Jede(r) sein eigenes Instrument, übt sich im Gebrauch von Werkzeugen und Techniken. Dabei bleibt auch genug Zeit, um über die physikalischen und akustischen Grundlagen des jeweiligen Musikinstruments zu sprechen, wofür es auch detaillierte Baupläne und Maßtabellen gibt.

Unter der Anleitung von Jan Dosch ist der erfolgreiche Bau sicher. Neben der Kostenersparnis von ca. einem Drittel gegenüber dem gekauften Instrument entsteht beim Selberbauen ein äußerst persönlicher Bezug zum Instrument.
Materialkosten werden im Kurs direkt an den Dozenten gezahlt.

Körpertambura
Das von Jan Dosch als Nachfolgemodell der »Ton-Transfer-Monochorde« entwickelte Körpermonochord wird wegen seiner Tambura-Stimmung auch häufig Körpertambura genannt und hat sich seit seiner Einführung vor ca. 20 Jahren als gängiges Therapie-Instrument etabliert.
Mit einer Länge von 100 cm und seinem breiten und nach innen gezogenen Boden zur besseren Auflage, Schwingfähigkeit und Resonanz hat es ein gutes Handling und ist klanglich anderen Monochorden überlegen.
Die Materialkosten in Höhe von 220 € zahlen Sie bitte im Kurs direkt an den Dozenten.
Mindeste Teilnehmerzahl 3

F601 · Jan Dosch · Werkstatt J. Dosch, Kistlerhofstr. 140 · 480,– €
Block 4 Tage · Do. 3.10. bis So. 6.10. · je 10.00 bis 18.00 Uhr

Kotamo
»Kotamo« ist eine Wortschöpfung aus Koto, Tambura und Monochord, ein Instrument, das von Jan Dosch vor ca. 35 Jahren erfunden, immer wieder kopiert und als »Kotamo« in den deutschen Sprachgebrauch Eingang gefunden hat.
Gebaut werden Instrumente mit »Vollausstattung«: doppelseitig bespielbar mit 4-saitiger Tambura, 13-saitiger Koto und 20-saitigem Monochord inkl. Drehfuß.
Modell A: 105 cm Länge, Grundton F – G
Modell B: 135 cm Länge, Grundton C – D.

Bitte nehmen sie vor Kursbeginn Kontakt zum Kursleiter auf, um das gewünschte Modell abzusprechen. jan.dosch@musiqx.de
Die Materialkosten (in Höhe von 250 € für Modell A, 275 € für Modell B) zahlen Sie bitte im Kurs direkt an den Dozenten.
Mindeste Teilnehmerzahl 3

19HF602 · Jan Dosch · Werkstatt J. Dosch, Kistlerhofstr. 140 · 600,– €
Block 5 Tage · Mi. 15.1. bis So. 19.1. · je 10.00 bis 18.00 Uhr

> zum Seitenanfang

BWM – Berufsbegleitende Ausbildung Musiktherapie

Freies Musikzentrum e. V. München | Konzerte

Leitung: Monika Baumann, Dr. Andreas Wölfl
Ansatz: Musiktherapie als tiefenpsychologisch fundiertes Psychotherapie-Verfahren
Dauer: 3 1/2 Jahre (7 Semester) in Form von Wochenend- und Blockveranstaltungen

Aufnahmevoraussetzungen

  • Hochschulreife (ggf. ist Zulassungsprüfung möglich)
  • geeigneter Vorberuf mit Berufserfahrung
  • Mindestalter 26 Jahre
  • musikalische und persönliche Eignung
    (wird in einem Aufnahmeverfahren geprüft)

Ziel
Über die Integration musiktherapeutischer Arbeitsweisen in den Grundberuf wird eine Befähigung zur selbständigen musiktherapeutischen Tätigkeit vermittelt.

Abschluss
Zertifikat mit detailliertem Fächerspiegel, Praktika, Thema der Abschlussarbeit.

Zertifizierung
Von der Deutschen Musiktherapeutischen Gesellschaft (DMtG) als Voraussetzung zur Zertifizierung »Musiktherapeut/in DMtG« anerkannt. Von der bayerischen Psychotherapeutenkammer als Fortbildung anerkannt (ca. 250 Punkte jährlich).

Bewerbung bis 30.9.2021

Ausbildungsbeginn: Januar 2022

Kosten
250,– € monatlich über 42 Monate. zzgl. der Kosten für Einzel-Lehr-Musiktherapie und
Einzel-Lehr-Supervision in Höhe von ca. 2.200,– € jährlich.
Prüfungsgebühren: Aufnahmeprüfung 95,– €
Zwischen- und Abschlussprüfung je 165,– € (Änderungen vorbehalten).

Dozenten
M. Baumann, G. Engert-Timmermann, Ch. Galle-Hellwig, A. Geis, E. Glogau, S. Grill,
S. Haase, S. Hellwig, R. Löhr, S. Reimold, Prof. Dr. M. Sack, D. Schmeer, Dr. S. Schulz,
M. Sommerer, Prof. Dr. T. Timmermann, Dr. A. Walter, Dr. A. Wölfl, H. G. Wolf und weitere

Auskunft
Dr. Andreas Wölfl , Tel: 089 - 20 20 76 22, awoelfl@freies-musikzentrum.de
Monika Baumann: mbaumann@freies-musikzentrum.de

Ausführlicher Lehrplan und Informationen über Dozenten und Inhalte
der berufsbegleitenden Ausbildung als pdf >> Curriculum

Lassen Sie sich die Broschüre zur
BWM – Berufsbegleitende Ausbildung Musiktherapie zuschicken.
> zum Formular

Broschüre zur Fortbildung

> zum Seitenanfang

Freies Musikzentrum e. V. München | Musiktherapie

28. Fachtagung Musiktherapie

Glück und Sinn in musiktherapeutischen Behandlungen
Leitung: Prof. Dr. Tonius Timmermann
Glück und Sinn sind keine synonymen Begriffe, haben aber schon miteinander zu tun. Ein hinreichendes Maß an Glück und Sinn in seinem Leben ist ein Menschenrecht. Es ist auch ein nicht unerheblicher Gesundheitsfaktor. Im therapeutischen Kontext können sie sich als Thema oder Erlebnis spontan aus dem Prozess ergeben. In der Musiktherapie können sie auch aus der Musik heraus spürbar werden: beim Hören bestimmter Klänge oder Musik; wenn es gelingt, im »Flow« zu improvisieren; wenn Kontakt und Nähe im Dialog oder in der Gruppenimprovisation gelingen – und sicher noch in so manchen anderen Situationen, von der wir auf dieser Tagung hören werden.
Traditionsgemäß wird das Thema in einem interdisziplinären Zusammenhang (philosophisch, künstlerisch-musikalisch, tiefenpsychologisch-psychotherapeutisch) sowie konkret musiktherapeutisch (in der pädiatrischen Onkologie, Psychosomatik und Sterbebegleitung) betrachtet.

9 Fortbildungspunkte wurden von der bayerischen Psychotherapeutenkammer genehmigt..

Tagungsprogramm

Samstag, 29. Februar 2020

  • 13.00-13.30
    Begrüßung und Einführung in das Thema
  • 13.30-14.30
    Pravu Mazumdar:
    Das Glück in der Moderne.
    Zeitdiagnostische und therapeutische Betrachtungen zur Gegenwart
  • 14.30-15.30
    Nicola Scheytt-Hölzer:
    Psychosomatik, Glück und Sinn – vom Unglück der Begriffe
  • 15.30-16.30 Pause
  • 16.30-17.30
    Ursula Herpichböhm:
    Glück- und Sinnerfahrungen im Abschied aus dem Leben. Erfahrungen einer Musiktherapeutin auf der Palliativstation
  • 17.30-19.00
    Peter Michael Hamel:
    Musikalische Improvisation als Quelle von Inspiration, Glück und Sinn

Sonntag, 1. März 2020

  • 10.00-11.00
    Gerhard Kappelhoff:
    So ein Quatsch! Über die Bedeutung von Lachen, Spaß und Nonsens in der Musiktherapie mit krebskranken Kindern
  • 11.00-12.00
    Ursula Wirtz:
    Macht Glück Sinn? Macht Sinn glücklich?
  • 12.00-13.00
    Podiumsdiskussion, Fragen und Anmerkungen aus dem Publikum

Referenten und Themen

Tonius Timmermann
Dipl.-Pädagoge, psychotherapeutische Tätigkeit nach dem Heilpraktikergesetz. Klinische Tätigkeit, Forschung an der Universität Ulm; emeritierter Professor für Musiktherapie. Diverse Veröffentlichungen. Seit 1981 in freier Praxis für Musiktherapie, Lehrmusiktherapie, Supervision und systemische Beratung in München und Wessobrunn tätig. Institut für Musiktherapie

Pravu Mazumdar
Promovierter Philosoph, Essayist in München. Seine Bücher und Artikel enthalten philosophisch informierte Diagnosen der Moderne, oft unter Rückgriff auf Autoren wie Michel Foucault und Walter Benjamin.

Das Glück in der Moderne. Zeitdiagnostische und therapeutische Betrachtungen zur Gegenwart
Das moderne Leben ist wesentlich bestimmt von einer offenen Reihe der »Glücksmaschinen« wie Werbung, Tourismus, Sexualität. Diese normieren das Glück und verwischen den Unterschied zwischen Glück und Konsum. Was aber ihrem Zugriff entgeht, ist das singuläre Glück des Einzelnen, das die gängigen Glückserwartungen konterkariert und auf der Einsicht beruht, dass der Gang des Lebens nichts anderes ist als die Entfaltung der eigenen, unverwechselbaren Bestimmung. Eine solche Einsicht ist das Kennzeichen eines philosophischen Lebens.

Nicola Scheytt-Hölzer
Musiktherapeutin, Psychotherapeutin; tätig an der Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie der Universität Ulm, niedergelassen als Psychologische Psychotherapeutin. Lehrmusiktherapeutin (DMtG), Lehrtherapeutin, Supervisorin; Redaktionsmitglied der Musiktherapeutischen Umschau.

Psychosomatik, Glück und Sinn – vom Unglück der Begriffe
Glück und Sinn sind Begriffe, die sehr unterschiedliche Bedeutungen transportieren. Aus psychosomatischer Sicht ist Glück ohne die Erfüllung menschlicher Grundbedürfnisse kaum denkbar. Als solches gilt neben körperlicher Integrität, Bindung und Individuation auch Orientierung durch »Sinn«. Konfligieren die Grundbedürfnisse miteinander oder bleiben sie längerfristig unerfüllt, reagiert der Mensch mit psychosomatischen Erkrankungen. Musik und Musizieren erlauben das nonverbale Thematisieren dieser Bedürfnisse bzw. sich daraus ergebender Konflikte in einer haltgebenden Beziehung und damit therapeutische Prozesse, die auf förderliche Entwicklung abzielen. Es ist nicht unsere Aufgabe, unsere PatientInnen glücklich zu machen, aber in gelingenden musiktherapeutischen Begegnungen sinngebende Erfahrungen zu ermöglichen.

Ursula Herpichböhm
M.A. Musikwissenschaft, Musikpädagogik; Musiktherapeutin DMtG, Lehrmusiktherapeutin SFMT, psychotherapeutische Tätigkeit nach dem HPrG, tätig auf der Palliativstation der Uniklinik Augsburg und in freier Praxis, Lehrauftrag im Masterstudiengang Musiktherapie Augsburg; Seminare, Weiterbildungen

Glück- und Sinnerfahrungen im Abschied aus dem Leben
Wenn die Diagnose einer nicht mehr heilbaren Erkrankung alle Erwartungen und Hoffnungen auf Gesundung zu Nichte macht, wenn Menschen erschöpft sind und nur noch sterben wollen, wenn das Lebensende »greifbar« ist – wie passt das mit Glück und Sinn zusammen?
Schlüsselworte auf einer Palliativstation sind: Linderung von Leid, Erhalt von Lebensqualität bei größtmöglicher Selbstbestimmung, Beachtung von spirituellen und psychosozialen Bedürfnissen, Wahrung der Würde des Menschen. Ein multiprofessionelles Team kümmert sich um ganzheitliche Pflege und Behandlung von PatientInnen und begleitet auch die Angehörigen. Dieser Vortrag gibt einen Einblick in die musiktherapeutische Arbeit auf einer Palliativstation mit Beispielen. Ein diesbezügliches Forschungsprojekt an der Universität Augsburg wird vorgestellt

Peter Michael Hamel
Studium der Komposition bei Büchtger und Bialas, Musikwissenschaft bei Georgiades und Dahlhaus. Self performing artist.Vier abendfüllende Musiktheaterwerke, Chor-, Kammer- und Orchestermusik. »Durch Musik zum Selbst« (1976), Mitbegründer des Freien Musikzentrums. Zahlreiche CD-Veröffentlichungen bei WERGO und Celestial Harmonies,1997-2012 Lehrstuhl Komposition an der Hamburger Musikhochschule.

Musikalische Improvisation als Quelle von Inspiration, Glück und Sinn
»Solang Du nach dem Glücke jagst bist Du nicht reif zum Glücklichsein,
und wäre alles Liebste Dein« (Hermann Hesse). Dieses Gedicht, vom Referenten als Lied komponiert und vorgetragen, soll einstimmen in künstlerische Betrachtungen und musikalische Darbietungen zum Thema Improvisation. Als Voraussetzung für inspiriertes und inspirierendes Musizieren fristet diese innerhalb einer künstlerischen Hochschulausbildung, abgesehen vom Jazz und liturgischem Orgelspiel, immer noch ein Schattendasein. Lehrende wie Studierende blicken gar nicht selten herab auf die »Klimperei«, die sie selbst gar nicht beherrschen. Schade, denn es geht hier um die musikalische Quelle von Inspiration, Glück und Sinn.

Gerhard Kappelhoff
Dipl. Päd, Dipl. Musiktherapeut, Studium der Sozialwissenschaften, Musikwissenschaft und Musikerziehung, Ausbildung in Supervision und Hypnotherapie, Lehraufträge und Dozententätigkeit sowie Kurs- und Workshop-Leitungen, Praktikumssupervisor, freischaffende musikalische Tätigkeiten (Komposition, musikalische Leitung, Bühnenmusik), seit über 20 Jahren als Musiktherapeut in der Kinderonkologie am UKE Hamburg tätig.

Über die Bedeutung von Lachen, Spaß und Nonsens in der Musiktherapie mit krebskranken Kindern
Lachen, Lustigsein und Lust am Quatschmachen sind elementare Bestandteile kindlicher Normalität und wichtig für die psychische Gesundheit und Entwicklung des Kindes. Durch eine Krebsdiagnose gerät diese Normalität ins Wanken – Ressourcen wie Spaß, Freude und Ausgelassenheit drohen angesichts des Damoklesschwertes von Lebensbedrohung verschüttet zu werden. Dies wird verstärkt durch Angst vor einer langen, invasiven Behandlung und deren Nebenwirkungen, verbunden mit dem Erleben einer fremden Krankenhauswelt und oftmals dem Verlust von seelisch-körperlicher Integrität.
In dieser Situation ist es für die Musiktherapie in der Kinderonkologie eine große Herausforderung, aber auch von zentraler Bedeutung, das Potenzial von Lachen, Humor und Fröhlichkeit zu wecken und spaßige, ausgelassene Momente zu nutzen.
Ich möchte in meinem Vortrag verschiedene Facetten der tragenden Rolle von Glückserleben und Vergnügtsein in der musiktherapeutischen Begleitung von krebskranken Kindern und ihren Familien mit anschaulichen und hörbaren Beispielen beleuchten.

Ursula Wirtz
Psychoanalytikerin (C. G. Jung) ist als Dozentin, Lehranalytikerin und Supervisorin international in Lehre und Ausbildung tätig. Publikationen im Bereich der Psychotraumatologie und der Verbindung von Psychotherapie und Spiritualität

Macht Glück Sinn? Macht Sinn glücklich?
Sind Glück und Sinn legitime Anliegen der Tiefenpsychologie oder ist die Sucht nach Glück und Sinnerfüllung eine neurotische Fehlerwartung an das Leben, ein Krankheits- und Krisenphänomen? Meine psychotherapeutische Erfahrung lehrt mich, dass es eine menschliche Ur-Sehnsucht gibt, nach dem Woher, Wohin und Wozu des Lebens zu fragen. Wir wollen unser Gewordensein begreifen und streben nach sinnhaften und beglückenden Möglichkeiten der Lebensbewältigung trotz eines von radikaler Unsicherheit und Angst geprägten Zeitgeistes, der sich in Ideologien und Fundamentalismen flüchtet und Scheinsicherheiten verspricht. Die Tiefenpsychologie mit ihrem schöpferischen Ansatz transformativer Überschreitungen von Sicht- und Seinsweisen versucht diesem Archetyp des Sinns und des Glücks auch in den seelischen Grenzländern traumatischen Leidens, an den Nullpunkten unserer Existenz und mitten in den Finsternissen der Unmenschlichkeit nachzuspüren.

Tagungsgebühr
Normal (auch für Mitglieder DMtG) 120,– €, Ermäßigt laut > AGB 97,– €

Veranstaltungsort
Freies Musikzentrum, Ismaninger Straße 29, 81675 München

Anmeldung und Anmeldeschluss
Anmeldeschluss ist der 2.2.2020. Bitte melden Sie sich bis zu diesem Termin schriftlich unter Angabe der Kursnummer 19HF100 und mit einer Einzugsermächtigung für den Kursbetrag an. Bitte beachten Sie, dass zu diesem Zeitpunkt die Tagung oft bereits ausgebucht ist. Bei nicht ausreichenden Anmeldungen bis zum Anmeldeschluss behält sich die Tagungsleitung jedoch vor, die Veranstaltung – unter Rückerstattung der bezahlten Gebühr – abzusagen.
Mindeste Teilnehmerzahl 60

Stornierung
Bei Stornierung durch den Teilnehmer bis zum Anmeldeschluss wird die Teilnahmegebühr abzüglich 20,– € Bearbeitungsgebühr zurück überwiesen. Bei Stornierung nach dem Anmeldeschluss ist eine Erstattung nicht möglich.

Download Tagungsflyer als pdf
> Musiktherapie-Tagung 2020

> zum Seitenanfang

Musiktherapie

Download als pdf
Alle Kurse Musiktherapie
>> Programm Musiktherapie

Gerne schicken wir Ihnen das Programmheft zu.
>> Programmheft anfordern

Berufsbegleitende
Ausbildung
Musiktherapie

Broschüre zur Fortbildung

Download als pdf
>> Broschüre zur Fortbildung
»Berufsbegleitende
Ausbildung Musiktherapie«
zuschicken

Ausführlicher Lehrplan und Informationen über Dozenten und Inhalte der berufsbegleitenden
Ausbildung als PDF
>> Curriculum

Weiterführender Link
www.musiktherapie.de

Musiktherapietagung

Musiktherapietagung

Download als pdf
> Musiktherapie-Tagung 2020
»Glück und Sinn in musiktherapeutischen Behandlungen«

Überblick über die
>> Themen der jährlichen Fachtagungen Musiktherapie seit 1993

>> Diese Seite drucken